Im Streit um die Nutzungsrechte der Stimmen deutscher Synchronsprecher für KI-Trainingszwecke bei Netflix-Produktionen hat der Verband deutscher Sprecher:innen (VdS) nun sein Rechtsgutachten vorgelegt. Dieser hat die aktuellen Abtretungserklärungen (AOR) untersucht und dabei massive Mängel in den Verträgen von Netflix zu lasten der Sprecher festgestellt. So soll unter anderem die eigene KI-Stimme gänzlich unvergütet von Netflix genutzt werden dürfen – und dies über einen Zeitraum von 50 Jahren.
Die mit dem Gutachten beauftragte Kanzlei SPIRIT LEGAL rät Synchronsprechern von der Unterzeichnung solcher Verträge deutlich ab. Das Gutachten kommt zu dem Schluss:
Am Ende dieser Entwicklung steht eine Synchronisation ohne Synchronsprecher. Sprecher:innen unterschreiben heute die Bedingungen ihrer eigenen Ablösung.
Netflix droht künftig Filme und Serien nur noch mit Untertitel bereitzustellen, sollte es zu keiner Einigung mit den Synchronsprechern kommen.
Das gesamte Rechtsgutachten steht auf der Webseite des VdS frei zur Verfügung:
www.sprecherverband.de
