Neue Kraft für Link


The Legend of Zelda – Links Awakening ist für mich persönlich einer der schönsten Teile der Serie. Wie viele Stunden ich damals 1993 nach Erscheinen des Gameboy-Spiels auf Cocolint verbracht habe, weiß ich heute nicht mehr. Es müssen unzählige sein, war es doch meine erste Begegnung mit Link, dem kleinen sympathischen Mützenträger und seinen Abenteuern.

Heute, 27 Jahre später, sind weder Ganon noch der schlafende Windfisch Links größtes Problem seiner 8-Bit-Reise. Ein kleines, unscheinbares Stück Technik soll zu seiner Verdammnis führen.

Bei dem Versuch heute in den Genuß dieses Klassikers zu kommen, stellt sich schnell Ernüchterung ein, wenn man nach den ersten Gameplay-Stunden und besiegten Bossen glücklich und zufrieden seinen Spielstand speichert. Versucht man am nächsten Tag sein Abenteuer fortzusetzen, begrüßt einen plötzlich nur der leere Startbildschirm. Von Link keine Spur…

Zum Speichern der Spielstände verwendet Nintendo bereits seit dem NES eine eingebaute Batterie in seinen Modulen. Diese versorgt den RAM mit Strom, wenn das Modul nicht verwendet wird. Alternativ haben viele Spiele aus der Zeit (und davor) auf ein Passwort-System gesetzt, um Spielern das Fortsetzen ihres Abenteuers zu ermöglichen. Die Megaman-Reihe nutzte dieses System beispielsweise sehr lange und hatte es zu ihrem Markenzeichen gemacht.

Wie man die Batterie bei einem GameBoy-Modul wechselt


Zeit also für eine Frischzellenkur, damit Link unterwegs nicht die Puste ausgeht – oder man die Konsole über Nacht anlassen muss… ist schlecht für die Umwelt.

Dazu benötigt man nur eine handelsübliche Knopfzelle vom Typ CR1616, CR1620 oder CR2016, sowie Spezialwerkzeug zum öffnen des Moduls.

HINWEIS

Durch das öffnen des Moduls erlischen sämtliche Garantieansprüche. Die Reparatur sollte nur von einem Fachkundigen durchgeführt werden, da das Modul irreparabel Beschädigt werden kann!


Da die Batterie an den Kontakten festgelötet ist, muss man mit einem flachen Hebel und zarter Gewalt die Kontakte loslösen. Der Gebrauch eines Lötkolbens ist nicht zu empfehlen, um die Batterie nicht zu beschädigen.

Nun wird die neue Batterie so eingelegt, dass der Pluspol unten ist. Da wir sie nicht verlöten wollen muss nun etwas Tesafilm für den nötigen Halt sorgen. Die Batterie soll schließlich nicht verrutschen und so die Spielstände erneut löschen.

Das Modul wird jetzt wieder zusammengesetzt und zugeschraubt. Fertig!

Zuletzt wird die alte Batterie noch bei einer Batteriesammelstelle umweltfreundlich recycelt, denn im normalen Hausmüll hat sie nichts verloren.

Jetzt heißt es endlich wieder „Auf ins Abenteuer“ und alle achte Instrumente finden, damit Link den Windfisch wecken und seine Heimreise fortsetzen kann!


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